Kennst du den Unterschied zwischen produktiv und beschäftigt?

Vom Gefühl her ist dieser Unterschied gar nicht so leicht zu erkennen, denn das Gefühl produktiv zu sein, ist dasselbe wie beschäftigt zu sein. Von außen betrachtet, könnest du den Unterschied auch nicht nennen, weil du in beiden Fällen etwas tust. Falls du dir noch nie Gedanken dazu gemacht hast, wird es höchste Zeit. Denn die Ergebnisse liegen meilenweit auseinander.

Den Unterschied schnell zu erkennen, ist wichtig, wenn du etwas in deinem Leben erreichen möchtest.

Es gibt klare Anzeichen, mit denen du erkennst, wie die Verteilung bei dir täglich aussieht.

Der Trick ist, diese Anzeichen nicht zu ignorieren, sondern zu nutzen. Wir sind hervorragend darin, uns unser tägliches Verhalten schönzureden. Insbesondere dann, wenn wir genau wissen, dass wir uns anders verhalten müssten.

Dein tägliches Verhalten ganz nüchtern zu hinterfragen, ist daher der beste Weg, die folgenden Anzeichen (+ hilfreiche Impulse) für dich zu nutzen.

produktiv

#1 Du kommst deinen Zielen keinen Schritt näher

Seit Ewigkeiten auf der Stelle zu treten, ohne richtig vorwärtszukommen, ist das stärkste Anzeichen nur beschäftigt zu sein.

Eine Vision oder ein Ziel sind an ein Ergebnis gekoppelt und diesem Ergebnis solltest du täglich näher kommen. Wenn du diesen Fortschritt spür- und messbar verneinen musst, hast du deine erste Antwort.

Frag dich ernsthaft, ob dein Ziel klar definiert und dein Warum stark genug ist. Immer wenn ich in der Vergangenheit meinen Zielen längere Zeit nicht näher kam, lag es an beidem. Der einfachste Schritt ist, dir dein Ziel und dein Warum wieder bewusst zu machen, denn wahrscheinlich hast du beides aus den Augen verloren. Sollte das ursprüngliche Ziel und Warum klar sein und du trittst trotzdem auf der Stelle, ist es in der Regel einer dieser zwei Gründe. Entweder lenkst du dich ab (dazu gleich mehr) oder du brennst nicht mehr dafür und es wird Zeit für etwas Neues.

Hinterfrage dein Ziel und dein Warum, wenn du auf der Stelle trittst. Denn entweder hast du es aus den Augen verloren oder es ist Zeit für etwas Neues. Es ist der beste Weg zu mehr Produktivität.

Denn was hast du davon, wenn du täglich fleißig bist, aber am Ende vom Tag nur wertvolle Lebenszeit verbrennst.

#2 Du lenkst dich mit unwichtigen Tätigkeiten von den Wichtigen ab

Wichtige Tätigkeiten haben einen hohen Wert und belohnen dich später.

Unwichtige Tätigkeiten haben einen niedrigen Wert und belohnen dich sofort.

Wie produktiv du bist, liegt an deiner täglichen Wahl von schnellen oder aufgeschobenen Belohnungen.

Kurz bevor ich begann diesen Text zu schreiben, habe ich mir die wöchentlichen Aufrufe der Male Potential Seite angesehen. Ich könnte den gesamten Tag Daten auswerten – welcher Artikel wann angeklickt wurde und wie lange der Leser auf der jeweiligen Unterseite war. Es gibt mir ein schnelles Gefühl der Befriedigung. Dieser Text verlangt mir gerade einiges ab und Befriedigung ist noch lange nicht in Sicht. Daten sind nett, aber haben keinen Wert für die Männer, denen ich helfen möchte und sie tragen auch nicht zu meiner Vision bei. Dieser eine Text auf der anderen Seite kann für einen Mann einen entscheidenden Unterschied machen und das so lange er online ist.

#3 Du konsumierst mehr als du produzierst

Dieser Punkt ist von allen der Scheinheiligste.

Es gibt wichtige Tätigkeiten, die einen hohen Wert haben und bei denen die Belohnung irgendwann in der Zukunft liegt, du jedoch nichts produzierst. Hier macht die Menge das Gift.

Ein perfektes Beispiel dafür ist dieser Text. Es ist wichtig, dass du diesen Text liest (konsumierst), um danach mit neuem Wissen oder mit mehr Inspiration in die Umsetzung zu gehen (produzierst). Es gab Phasen, in denen ich über Online-Kurse, Artikel, Bücher oder Seminare den gesamten Tag konsumierte, jedoch wochenlang nichts produzierte. Das ist die ultimative Falle. Wenn du hier nicht aufpasst, hast du am Ende das Gefühl extrem produktiv gewesen zu sein, ohne jemals etwas produziert zu haben.

Sei also besonders aufmerksam, wenn du viel Wissen und Impulse aufgenommen hast und frag dich, ob du mindestens doppelt so viel davon umsetzt. Ich achte bei mir auf eine 1:2 Ratio – auf jede Stunde, die ich lese, gibt es zwei Stunden, in denen ich schreibe. Achte darauf täglich mehr zu produzieren als zu konsumieren.

Solange du produktiv betrachtet täglich sicher im Plus bist und ist es auch völlig in Ordnung gelegentlich beschäftigt zu sein.

Denn oft ist gut dosierte Beschäftigung das Sprungbrett für neue Produktivität.


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