Meine ersten zwei Mentoren hießen Gerhard und Uwe.

Gerhard war Werkstattmeister und Uwe Stuckateur Geselle. Ich weiß nicht mehr warum sie ausgerechnet mich als ihren Stift unter die Fittische nahmen aber rückblickend habe ich ihnen viel zu verdanken. Sie haben mein Leben bereichert. Erinnerst du dich noch an deine ersten Mentoren und was sie dir mitgegeben haben?

Jeder Mann braucht Mentoren.

Sie sind das Bindeglied von einem Lebensabschnitt in den nächsten und es gibt noch mehr Gründe, warum sie Teil von deinem Leben sein sollten.

Mentoren

#1 Mentoren liefern dir wertvolles Wissen in konzentrierter Form.

Es ist, als ob du ein Buch aufschlägst, das sprechen kann.

Du erhältst jahrelange oder jahrzehntelange Erfahrung in einer Person. Und mit den richtigen Fragen hast du vollen Zugang darauf.

Es ist wichtig, dass du dir bewusst darüber wirst. Das Potenzial von Gerhard und Uwe hatte ich nie im Ansatz ausgeschöpft, weil ich es damals nicht verstand. Wissen und persönliche Weiterentwicklung ist eine Holschuld. Wenn dir nicht bewusst ist, welches Potenzial für dich greifbar ist und du dir nicht die Mühe machst, auf dein Leben bezogene, offene Fragen zu stellen, vergeht die Zeit, ohne dass du etwas davon hast. Wie ein Buch, dass dein Leben verändern könnte, aber du liest es nicht oder inhalierst nur unbewusst, ohne dir Fragen zum Übertrag auf dein Leben zu stellen.

Damals erkannte ich den Wert von Gerhard und Uwe nicht, den sie auf mein Leben haben und ich habe einen Großteil ihres Wissens an mir vorbeiziehen lassen. Heute lege ich vollen Fokus darauf, wie ich konzentriertes Wissen für mich zugänglich machen kann. Denn es kommt der Tag, an dem du nicht mehr so leicht darauf zu greifen kannst.

Hol dir wertvolles, konzentriertes Wissen, wenn du es siehst.

#2 Mentoren machen komplexe Inhalte für dich einfach verständlich.

Erfahrene Mentoren drücken komplexe Inhalte einfach aus.

Jemand mit viel Fachwissen oder reichlich Lebenserfahrung spricht eine andere Sprache, als ein Laie oder jemand, der noch grün hinter den Ohren ist. Mentoren sind Übersetzer.

Ich bin zwar schon in den Vierzigern, aber war bis letztes Jahr ein Laie was das Thema männliche und weibliche Energie betrifft. Ich war mir weder der Bandbreite bewusst, noch der Verteilung – sowohl beim Mann als auch der Frau und welche Auswirkungen es auf die Beziehungsdynamik hat. Kostenloses Wissen zum Thema gab es genug, aber ich verstand die Sprache nicht. Zum Glück fand ich den perfekten Übersetzer.

Wenn du etwas nicht verstehst, benötigst du jemanden, der die Sprache spricht. Die besten Mentoren sind jene, die auch einem achtjährigen Kind ein komplexes Thema erklären können. Nach ihnen solltest du Ausschau halten.

Jedes neue Thema ist zu Beginn komplex, bis es jemand für dich vereinfacht.

#3 Mentoren lassen dich deine Schwächen UND Stärken erkennen.

Du hast Schwächen und Stärken.

Das ist weder gut noch schlecht. Wir fokussieren uns jedoch zu oft auf unsere Schwächen und das ist ein Problem. 

Widmest du dich einem eher unbekannten Thema, bist du in den meisten Fällen nicht gut darin und siehst nur deine Schwächen und was alles nicht optimal läuft. Ein erfahrener Mentor betrachtet dich aus der Metaebene. Er steht auf dem Wolkenkratzer und schaut von oben auf deine Stärken, während du dich unten in den Gassen mit deinen Schwächen herumschlägst. Du erhältst neue Perspektiven und andere Blickwinkel. Ich hatte zuletzt große Erkenntnisse als mir mein Mentor meine Stärken vorhielt, denen ich vorher noch nie Beachtung geschenkt habe.

Fehlende Perspektiven und der hauptsächliche Fokus auf die eigenen Schwächen ist häufig der Grund, warum du feststeckst und dich orientierungslos fühlst. Ein Mentor hat den notwendigen Blick, um dir herauszuhelfen – sei es, weil er dir den Weg vorgibt oder weil er dich deine Stärken erkennen lässt und du es dadurch schaffst. Und in 90 Prozent der Fälle erkennst du als Bonus, warum deine Schwächen überhaupt keine Schwächen sind.

Der schnellste Weg aus der Orientierungslosigkeit sind neue Perspektiven und andere Blickwinkel.

#4 Mentoren sparen dir enorm viel Zeit.

Das gesamte Wissen der Welt ist mit einem Klick verfügbar.

Aber nur, wenn du weißt, wo du klicken musst. Und selbst, wenn du es findest, gibt es einen Unterschied zwischen Wissen und Erfahrung.

Ein Mentor lässt dich konzentriertes Wissen Schritt für Schritt erfahren. Als ich mein erstes Kettlebell Buch gelesen hatte, wusste ich wie Turkish Get Up und Kettlebell Swing gehen. Als ich dann meine erste Session bei meinem Kettlebell Mentor hatte, erfuhr ich wie TGU und Swing gehen. Durch den Blickwinkel, die eigene Erfahrung und der Fähigkeit mir komplexe Details einfach zu erklären, ließ er mich die Bewegungen spüren, bis es bei mir Klick machte. Und dieser Klick spart enorm viel Zeit.

Du kannst mit deinem Wissen Dinge tun und keine Ergebnisse damit erzielen. Und du kannst die gleichen Dinge mit Erfahrung tun und Ergebnisse damit erzielen. Der gemeinsame Nenner bist du, aber der Unterschied liegt darin etwas zu wissen oder etwas zu erfahren.

Erfahrung kreiert schnelle Ergebnisse und schnelle Ergebnisse sparen Zeit.

#5 Mentoren sparen dir extrem viel Geld.

Ein Mentor ist eine Investition in dich und deine Zukunft.

Der Denkfehler, den alle machen, ist es als eine Ausgabe zu betrachten. Du kannst an Mentoren kein Geld verlieren.

Du lernst immer etwas. Rechne ich Reisekosten mit ein, habe ich allein in diesem Jahr einen fünfstelligen Betrag für mich in Mentoren investiert. Rechne ich die Coachings der letzten fünf Jahre dazu, die ich einzeln oder gemeinsam mit Katja gemacht habe, wird es schon sechsstellig. Von außen betrachtet, waren die Hälfte dieser Coachings erfolgreich und haben die Investitionskosten wieder reingeholt. In den anderen 50 Prozent haben wir gelernt, was wir nicht möchten. Beides ist wichtig.

Investitionen in Mentoren haben die größte Rendite, denn es sind Investitionen ich dich selbst. Bezogen auf Lebenszeit wirst du damit extrem viel Geld sparen. Und manchmal liegt es auch daran, dass du einmal Lehrgeld zahlen musstest, um es dann nie wieder zu tun.

Das Lustige ist, dass ich als Stift dafür bezahlt wurde, um an der Seite von Gerhard und Uwe zu arbeiten. Leider fehlte mir damals dieser Blickwinkel.

Diese Erfahrung ist wahrscheinlich der Grund, warum ich mir seit Jahren erfahrende Mentoren an die Seite hole, um in jedem Lebensbereich mein Potenzial weiter zu entfalten.

Denn selbst, wenn sich die Investition in einen Mentor, von außen betrachtet, nicht sofort bezahlt macht, kannst du dich darauf verlassen, dass sie dein Leben in Zukunft noch bereichern wird.


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