Es gibt viele Gründe mit dem körperlichen Training zu beginnen.

Ich wollte ursprünglich einfach mehr Muskulatur und weniger Körperfett.

Muskelaufbau oder Abnehmen sind die Hauptgründe der meisten Männer, wenn sie mit dem Training beginnen.

Um den ersten Schritt zu gehen, reicht das auch noch.

Diejenigen, die jedoch langfristig am Ball bleiben und regelmäßiges körperliches Training zu einem festen Bestandteil ihres Lebens machen, haben andere Gründe.

Mit der Trainingsmotivation ist es so eine Sache.

Im Spiegel gut auszusehen, ist super.

Je nachdem wo du startest, kann es allerdings etwas dauern, bis sich die gewünschten Resultate einstellen.

Die Gefahr, bis dahin das Handtuch zu werfen, ist hoch.

Deswegen habe ich hier fünf Dinge für dich, wie körperliches Training meine Lebensqualität verbessert hat, um dir einen Ausblick zu geben und dass es sich für dich lohnt dranzubleiben.

körperliches Training

#1 Übertrag der Kraft in andere Lebensbereiche

Physische Stärke durch körperliches Training hat einen hohen Übertrag in alle anderen körperlichen Aktivitäten des Lebens.

Egal ob du einen Mannschaftssportart ausführst, gerne kletterst, wanderst, schwimmst oder Rad fährst. Du wirst schnell deine Leistungsfähigkeit erhöhen und feststellen, dass dir deine Hobbys viel leichter fallen.

Sportler können höher springen und schneller laufen. Kämpfer können härter schlagen und mehr einstecken. Doch selbst, wenn du einfach nur mit deinen Kindern spielen möchtest, wirst du es spüren.

Besonders bei den Kleinigkeiten im Alltag wirst du sofort Veränderungen feststellen. Du hast mehr Freude beim Einkauf und als Umzugshelfer.

Achte einfach mal darauf, wie sich dein Wocheneinkauf anfühlt. Wie oft musstest du die Hand wechseln oder abstellen? Und beobachte bei der nächsten Umzugsaktion einfach die anderen Umzugshelfer und wie du dich dabei fühlst.

#2 Mehr Selbstvertrauen und bessere Eigenwahrnehmung

Du fühlst dich wohler in deiner Haut, wenn du spürst, wie du über körperliches Training stärker wirst.

Das Leben eröffnet ständig großartige neue Möglichkeiten. Die Wahrscheinlichkeit dich in ein Abenteuer zu stürzen steigt, wenn du an dich glaubst.

Persönliche Rekorde im Training und zu wissen, was du alles leisten kannst, hilft dir an dich zu glauben. Du bekommst ein anderes Bild von dir und deinem Körper.

Ich sehe es immer wieder bei meinen Klienten. Sie gehen aufrechter und stolzer. Sie kommen mehr aus sich heraus. In der Öffentlichkeit und im Familienkreis. Zurückhaltung weicht Zuversicht. Ernste Blicke verwandeln sich in lachende Gesichter. Limitierende oder einschränkende Glaubenssätze werden abgelegt und neue Herausforderungen angenommen.

Jobwechsel, fordernde Urlaube und anstrengende neue Hobbys. Es ist alles dabei und Veränderung ist an der Tagesordnung.

#3 Erhöhte Disziplin und Willenskraft

Disziplin und Willenskraft ist wie ein Muskel, der stärker wird, wenn du ihn regelmäßig forderst.

Führst du mehrmals die Woche körperliches Training aus und hast eine Gewohnheit daraus entwickelt, hat dies auch Auswirkungen auf andere Bereiche deines Lebens.

Du achtest disziplinierter auf deine Ernährung. Übernimmst mehr Verantwortung für dich und deine Lieben. Es fällt dir einfach leichter dich, um andere Dinge zu kümmern, für die du Willenskraft aufbringen musst.

Wundere dich also nicht zu sehr, wenn dir plötzlich Sachen leichter fallen, für die du vorher nicht die nötige Disziplin aufbringen konntest.

#4 Eröffnet dir neue Fragen und erweitert deinen Horizont

Erkennst du durch dein körperliches Training, was alles möglich ist, dauert es nicht lange, bis du dir diese Frage stellst.

„Wenn ich das kann, was kann ich dann noch alles?“

Du weißt erst, was du kannst, wenn du es ausprobierst. Und es geht einiges.

Es ist immer wieder spannend zu beobachten, wenn Klienten über sich hinauswachsen und merken, was sie alles können. Das entfacht ein Feuer, das du nur schwer wieder löschen kannst.

Der erste freie Klimmzug, das erste Mal mit dem halben Körpergewicht im Turkish Get Up aufgestanden, die tiefe Hocke gemeistert, ohne nach hinten umzufallen, mehr als das eigene Körpergewicht vom Boden zu heben.

Oder einfach nur zu spüren, wie sich Übungen leicht anfühlen, die vor kurzer Zeit noch undenkbar waren.

Als ich mit dem körperlichen Training anfing, hatte ich keine Ahnung, was alles möglich ist. Mein Horizont war eingeschränkt. Kommst du an den Punkt wo du merkst, dass alles möglich ist, hast du es geschafft.

An dieser Stelle ist körperliches Training ein wichtiger Bestandteil deines Lebens und du kannst nicht mehr darauf verzichten.

#5 Lässt dich erkennen was im Leben wirklich zählt

Vielleicht nicht direkt zu Beginn. Langfristig wirst du jedoch erkennen, worum es wirklich geht.

Folgst du einfachen Trainingsprinzipien und hältst dich an die Basics, solltest du stark sein, dich großartig fühlen und einen Körper entwickeln, der dir hilft leicht durch den Alltag zu kommen.

Damit du genießen kannst, auf was es wirklich ankommt. Zeit mit deinen Lieben zu verbringen und unglaublich schöne Erfahrungen zu sammeln.

Und das Beste ist, dass mehr Muskulatur und weniger Körperfett klassische Nebenprodukte sind.

Du trainierst schon eine Weile, ohne dass sich diese fünf Dinge bei dir eingestellt haben?

Möglicherweise ist dein körperliches Training zu kompliziert oder du machst zu viel.

Vielleicht hast du den Fokus auch auf den falschen Dingen.

Willst du deine Lebensqualität verbessern, darf Training keinen zusätzlichen Stress verursachen.

Es muss einfach sein.

Weniger ist mehr.


    6 replies to "Wie körperliches Training deine Lebensqualität verbessert"

    • Tina

      Motivation ist Megawichtig! Am Neujahrstag bin ich zum ersten Mal in einen Teich gestiegen und habe die erste echt schlimme Minute einen inneren Kampf geführt. Danach wurde es geradezu angenehm. Bin dran geblieben und so 2 bis 3 Mal die Woche ins Wasser gegangen und gestern war Eis auf dem Wasser!! Ich hatte Angst, aber habe mir immer wieder gesagt, dass mein Körper das kann – es war ein ganz besonderes Erlebnis. Wir können mehr, als wir glauben. Es fängt im Kopf an. Tina

      • Sebastian Mueller

        Hey Tina,

        o.k. krass. Gleich mit einem Teich zu beginnen, ist definitiv ein Move. Ich bin damals übers kalte Duschen und „betreute“ Eisbaden eingestiegen.

        Und es stimmt. Wir kratzen nicht ansatzweise an dem Potenzial, was eigentlich in uns schlummert.

        LG Sebastian

    • Mike

      Hallo Sebastian,

      „looking good naked is the primary goal whenn you reach 50+“ -so ähnlich hat es Mark Sisson mal gesagt. Und zum Teil stimmt das. Aber auch nur zum Teil…
      Ich habe Spaß daran meinen Körper zu spüren, zu lernen was er kann und was (noch) nicht. Oder nicht mehr. Und das erobere ich mir zurück. Ich bin gerade gefühlt mega-unfit, zehn-zwölf Kilo schwerer als ich sein will und genau darum habe ich wieder mit den Basics angefangen. kurzes HIIT mit der Ketti, dann Kreuzheben + Press, bzw Kniebeuge + Rudern. Je zwei mal die Woche. An den „freien“ Tagen (Mittwoch und Samstag) mache ich Quatsch. Mobi, Flow, Ketti-Zeug. Und ich achte gerade wieder extrem auf die Ernährung. Und mit jedem Tag fühle ich mich besser. Die Hassliebe zur Disziplin schult ganz viele Bereiche. „Iron never lies. 200 Pounds are always 200 Pounds.“
      Und das ist die Essenz des Trainings. Ich werde ehrlicher zu mir selbst.
      Looking good naked, feeling good naked -und auch angezogen. 😉

      • Sebastian Mueller

        Hey Mike,

        „Und mit jedem Tag fühle ich mich besser.“

        Genau so. Ein Schritt nach dem anderen.

        Ein austrainierter Körper ist das nette Nebenprodukt.

        LG Sebastian

    • Spange

      Hallo Sebastian,

      tatsächlich benötige ich keine zusätzliche Motivation um mich zum ‚Training‘ aufzuraffen. Warum? Weil ich im Grunde genommen deine 5 Hauptgründe bereits lebe. Und ich kann diese nur bestätigen.

      Punkt 1 befasst sich mit den Übertrag in andere Bereiche. Natürlich. Ein leistungsfähiger, belastbarer Körper hilft dir bei allem. Sei es beim Tragen von vollen Einkaufstüten, beim Möbel schleppen oder einfach deine 3 jährige Tochter eine Woche lang durch Paris, weil es dort einfach doof ist zu laufen.

      Punkt 2 Wahrnehmung. Egal ob eigen oder von deinem Gegenüber. Keine hängenden Schultern. Kein Schlurfen etc. und dies sind nur die körperlichen Auffälligkeiten. Vom Selbstbewusstsein mal abgesehen. Man ist ausgeglichener, ruhiger. Bereit sich neuen Herausforderung zu stellen und diese auch wirklich anzugehen und durchzuziehen. Abgesehen davon ist es ein tolles Gefühl, wenn dir deine wunderschöne Frau gesteht, dass sie dich im Schwimmbad anhimmelt und lächelt weil DU ihr Mann bist und SIE stolz auf dein Aussehen ist.

      Das ist kein Business um Ego aufzubauen und zu fördern sondern langfristig gesund und belastbar zu sein. Form folgt der Funktion. Es ist aber dennoch ein kleiner Balsam. 😉

      Dies hat Punkt 3 zur Folge. Mit steigender Leistungsfähigkeit, reflektiert man auch seine bisherigen Gewohnheiten. Zum Beispiel beim Essen. Dein Körper verweigert automatisch den Großteil an ungesundem Essen. Klar, es gibt Momente da will sich mal gehen lassen. Wenn man aber eine Weile ohne künstlichen Zucker gelebt hat, dann probier mal ein Leckermäulchen der Kids…. Igitt. Mein Tipp ist da dann schon eher Obst. Weintrauben, Apfel, Birne.

      Punkt 4. Was kann ich noch schaffen oder leisten? Und Ähnliches. Ein Beispiel. Vor ca 10 Jahren habe ich angefangen mit Kettlebell – Training. Liebe auf den ersten Blick. Ich habe sofort das Potenzial erkannt. Nein, gespürt muss man sagen. Damals war der Start mit 16 kg. Der Get-up fühlte sich an als würde mich die Kugel in den Boden drücken. Wie soll ich da eine Steigerung schaffen? Mittlerweile genieße ich das auf mir ruhende Gewicht beim Get-up. Es hat was wie Atlas aus der griechischen Mythologie. Im Übrigen mit 40 Kg über mir. Und das bei ca. 76 kg Körpergewicht.

      Ich will sagen: kurze Einheiten, mit langfristiger Konstanz führen zum Ziel. Deshalb bin ich auch jeden zweiten Tag hochmotiviert. Ich trainiere nicht. Ich ÜBE meine Einheiten. Der Fokus liegt auf jedem Satz. Jeder Wiederholung. Es muss sich richtig und gut anfühlen. Und nicht jeder Tag ist gleich. Freizeit, Familie, Arbeit, Krankheit. Irgendwas ist ja immer. Das Feedback gibt der Körper selbst. Wie gesagt: kurze Einheit. Einfach aber nicht leicht. Lange Konstanz.

      Punkt 5. Mit 41 Jahren erkennt man, worauf der Fokus liegen sollte. Leistungsfähigkeit, Gesundheit, Regeneration, Qualität im Leben. Spiegelaffen werden langfristig nicht glücklich werden. Natürlich kannst du 2 h pumpen gehen. Oder nach einer Einheit mit der Familie an den See fahren. Klar, du bist ein aufgepumpter Klingeldraht aber dafür kannst du dich 2 Tage nicht bewegen, weil dein Körper übersäuert ist usw usw.

      Als Fazit: Hält man sich an deine Ratschläge, fährt man gut und richtig.

      • Sebastian Mueller

        Hey Thomas,

        sehr cool. Du hast die Punkte bei dir integriert.

        Ich habe auch mit 16 kg angefangen und mich gefragt, warum sich das alles so schwer anfühlt. Als dann Jahre später die 40+ ging, hatte ich auch diesen Moment des Genusses.

        Vielen Dank für deinen Kommentar.

        LG Sebastian

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